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Mittwoch, den 7. Januar 2009
Ganz neue Töne Neujahrskonzert in der Stockacher Jahnhalle
Stockach (jd). Es war anders. Einige Veränderungen hatte es beim Neujahrskonzert in der Stockacher Jahnhalle gegeben. Ein neues Orchester, ein neuer Bühnenstandort und neue musikalische Interpretationen der ausgewählten Musikstücke wurden den Zuschauern präsentiert. Neuerungen, an die sich die Stockacher erst einmal gewöhnen mussten. Zehn Jahre lang hatte die Junge Philharmonie Weißrussland das Neujahrskonzert musikalisch begleitet, nun kam zum ersten Mal die Staatsphilharmonie aus Kaliningrad, dem ehemaligen Königsberg, zum Zug. Mit einer Busladung von 40 Musikern waren die Musiker mit ihrem Dirigenten Arkadi Feldmann angereist. Und in der Jahnhalle sah alles ein wenig anders aus. Aufgrund neuer Vorschriften durfte der neu geschaffene Notausgang nicht mehr durch die Bühne verstellt werden. Daher wurde die Bühne anders ausgerichtet und an der Längswand der Jahnhalle, gegenüber dem Rang, aufgestellt. Mehr Publikum als sonst schaute und hörte sich das Konzert an. Im ersten Programmteil gab es Kompositionen von Tschaikowsky, Bizet, Dvorak und Brahms. Alles wohlbekannte Stücke - die "Nussknacker Suite" op. 71a zum Beispiel, "La Habanera" aus der Oper "Carmen" oder die ungarischen Tänze von Brahms. Viele Zuhörer waren in der Pause der Meinung, dass die Junge Philharmonie Weißrussland die Stücke temperamentvoller gespielt und mit mehr Schmackes intoniert hätte. Überzeugend war aber die Stimme der Mezzosopranistin Olga Litvinova. Mit ihrer wechselnden Garderobe erfreute sie das Publikum. Und sie gefiel durch ihre stimmliche Interpretation der Lieder und eine ausdrucksstarke gefühlvolle Darbietung. Mit Musik von Strauß und Saint-Saens kam dann im weiteren Verlauf des Konzerts endlich die Stimmung auf, die ein Neujahrskonzert in Stockach eigentlich auszeichnet. Es wurde mitgesungen, das Publikum wiegte sich im Takt der Musik, die Zuschauer klatschten rhythmisch. Beim Schlussstück, dem "Radetzky-Marsch", war das Orchester doch zu klein, um das neue Jahr mit Pauken und Trompeten lautstark zu begrüßen. Mit dem Neujahrskonzert klang das Festjahr zum 725-jährigen Stadtjubiläum in Stockach aus. Zum Abschluss überreichte Kulturamtsleiter Thomas Warndorf Bürgermeister Rainer Stolz die allerletzte Jubiläumsflasche des "Jahrgangssektes Stockach 725 Jahre". Nach gut gewählten Dankesworten an die Verantwortlichen und die Stockacher Bürger für das große Engagement im Jubiläumsjahr nahm Rainer Stolz diese Flasche als Grundstock für das nächste Jubiläum in 25 Jahren entgegen. 
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