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Mittwoch, den 17. Dezember 2008
Mehrheit für Poppelebrunnen Andere Gruppen sind verstimmt
Singen (of). Es war die einzige Entscheidung zum Singener Haushalt, die noch am letzten Dienstag extra gefasst werden musste. Denn der Grüne Gemeinderat Eberhard Röhm zweifelte an, ob Singen wirklich einen Zuschuss für einen Narrenbrunnen der Poppele geben solle, der bekannterweise am Hohgarten geplant ist. Röhm fragte nach wie sich denn die Stadt verhalten wolle, wenn nun auch die anderen Narrengruppen in Singen den Wunsch formulierten einen eigenen Narrenbrunnen zu bekommen und mit Verweis auf den Poppelebrunnen auf einen Zuschuss pochten. Singens OB Oliver Ehret brach indes eine Lanze für den Brunnen, der letztlich außer dem Zuschuss der Stadt Singen bei Gesamtkosten von 210.000 Euro noch von weiteren Sponsoren wie der Sparkasse und dem Gas- und E-Werk finanziert wird. Die Poppelezunft vertrete eine sehr alte Geschichte, und das in einer Stadt, die sonst mit alter Geschichte nicht unbedingt gesegnet sei. Den Brunnen sieht OB Oliver Ehret auch als Objekt der Verkehrsberuhigung im Bereich des Hohgartens, wo man vor allem den ruhenden Verkehr mit Blick auf die Tiefgarage unter der Stadthalle und der Zufahrtsqualität anders geordnet sehen will. Mit fünf Gegenstimmen und drei Enthaltungen war die Mehrheit letzten Dienstag für den städtischen Zuschuss von 50.000 Euro gesichert. Die in der Vereinigung Singener Narrengesellschaften zusammengeschlossenen Zünfte und Gruppen hatten dann letzten Mittwochabend in einem Treffen das Thema Narrenbrunnen für sich aufgegriffen. Bei dem Treffen war auch OB Oliver Ehret anwesend, um ihnen die Pläne vorzustellen, die ja auch schon in den Ausschüssen des Singener Gemeinderats behandelt wurden. Die meisten Vereine, so eine Stellungnahme der Versina, hätten erst im November von den Plänen für einen Poppele-Narrenbrunnen erfahren und seien deshalb doch etwas verstimmt. Man habe Einzelheiten zur Planung nur aus der Presse erfahren und sei im Proinzip doch vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Die Frage aus den Versina Reihen ist, ob die Singener Fastnacht nun nur aus der Poppelezunft bestehe oder ob auch nur diese Zunft Fastnacht in Singen mache. Es seien insgesamt 15 Gruppen und Vereine, die für das närrische Brauchtum in Singen sorgten und diese sollten sich auch in einem Narrenbrunnen wieder finden, so die Stellungnahme nach der Zusammenkunft. OB Oliver Ehret sah spontan die Möglichkeit, vielleicht mit einem Schild am Brunnen auf die reichhaltige Narrenlandschaft in Singen zu verweisen, da es ja eigentlich schon ein Poppelebrunnen sei, der auch mit dem Jubiläum der Poppele in Verbindung steht. Nun will Ehret mit Gero Helmuth, der die Brunnenfiguren entworfen für die Poppelezunft entworfen hat wie mit der Poppelezunft nochmals das Gespräch suchen. Auch die Versina-Mitglieder hatten verschiedene Vorschläge für die Gestaltung eines Narrenbrunnens gemacht. 
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