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Mittwoch, den 17. Dezember 2008
Wiechser Krippe wird 70 Jahre Eine Biblische Geschichte auf 70 Quadratmetern
Steißlingen/Wiechs (le). Die Wiechser Weihnachtskrippe, vielen Menschen aus der Umgebung, vor allen den älteren, sehr gut bekannt, wird in diesem Jahr 70 Jahre alt. Das ist an und für sich schon etwas Besonderes, aber wenn man Josef Ehrenbach, den Wirt des Gasthofs "l;Kreuz"l; in Wiechs von der Geschichte der Krippe erzählen hört, dann bekommt diese Krippe mit ihrer Geschichte eine ganz besondere Bedeutung. Wenn wir von heute 70 Jahre zurück blättert, dann landet man zwangsläufig im Jahr 1938. Der Wirt im "l;Kreuz"l; hieß damals auch Josef Ehrenbach und er war der Großvater des heutigen Gastwirts. Ein sehr kirchennaher, politisch engagierter Mann, der das gerade Wort liebte und mit seiner Meinung nicht hinter den Berg hielt. Das aber war zu dieser Zeit nicht gefragt, und wer es trotzdem wagte, brachte sich in große Gefahr. In einem Gastwirtschaftsbetrieb mit viel Publikumsverkehr war diese Gefahr um so größer. Guter Rat war aber nicht teuer. Josef Ehrenbach zog sich aus dem Wirtschaftsbetrieb, in dem er sich zu leicht den Mund hätte verbrennen können zurück ins Nebenzimmer und schnitzte Figuren. Für ihn war es auch klar, dass er für das Weihnachtsfest 1938 eine Krippe schnitzen musste. Sie bestand zunächst nur aus der Herberge, Maria und Josef und dem Jesuskind. Natürlich waren Ochs und Esel auch mit dabei. Diese Krippe wurde dann ständig erweitert und vergrößert und wuchs zu einer bildhaften biblischen Geschichte mit holzgeschnitzten Figuren und handgearbeiteten Kulissen. Auf rund 70 Quadratmetern kann man Maria Verkündigung, die Geburt Jesu, den Kindermord unter dem König Herodes, die Kreuzigung, Ostern, die Auferstehung und viele weitere biblische Begebenheiten bewundern. Nachdem die Krippe, wie gehört, zunächst im Nebenraum stand, wanderte sie später, als der Platz nicht mehr ausreichte, in den ausgedienten Pferdestall, der nun renoviert und hergerichtet wurde und der der kostbaren Sammlung auf einer Größe von etwa 70 Quadratmetern eine angemessene Bühne gibt. Sohn Robert Ehrenbach hat, nach dem Tode des Vaters die Krippenlandschaft ergänzt und heute setzt der Enkel Josef, gemeinsam mit seiner Familie diese Tradition fort. Die Krippenlandschaft kann von Gruppen und auch von Einzelpersonen kostenlos besichtigt und bewundert werden und zwar am Mittwoch, den 17. Dezember ab 15 Uhr, am Sonntag, den 21. Dezember. und Sonntag, den 28. Dezember jeweils ab 14 Uhr, sowie am Montag, den 29.Dezember ab 16 Uhr und am Dienstag, den 6. Januar.2009 ab 14 Uhr. Weitere Besuchstermine sind nach Rücksprache mit der Familie Ehrenbach in Wiechs im Gasthof "l;Kreuz"l;, Tel. 07738-5713 jederzeit möglich.
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