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* Mittwoch, den 7. Januar 2009

Die Pforte machtÕs

Kunsthallen-Pläne im Hegau Tower

Singen (of). Die Jury hat gewählt - sie hat sich für die Zukunft des Kunsthallen Areals für einen Entwurf des Bremer Architekturbüros SchomersSchürmann entschieden. Insgesamt sieben Vorlagen waren nach einer Vorentscheidung in die Endrunde gekommen. Diese sieben Entwürfe sind nun noch in der Lobby des Hegau-Tower ausgestellt. Eine interessante Ausstellung, die zeigt, welch unterschiedliche Ansätze trotz der von der Stadt Singen gemachten vielen Vorgaben auf dem Gelände rund um die einstige Singener Kulturstätte zwischen Ekkehard-. August-Ruf-. Thurgauer- und Freiheitstraße möglich sind. Interessant ist, wie auch viele Architekten bei ihren Stippvisiten die Bedeutung der Verkehrsverbindungen in Singen deuten. Spannend ist zum Beispiel der Stadtgalerie des Architekturbüro ATP aus Innsbruck, die dritten Preis errang. Entgegen dem Siegermodell wurde hier als Herz eine gewundene und üppig breite Galerie entworfen. Aber nur drei Ausgänge werden - zumindest in der ersten Ausbaustufe - angeboten. Keiner an der Freiheitstraße. Wesentlich schnörkelloser die Visionen des Stuttgarter Büros BlocherBlocherPartners, die mit ihrer "Stadtpassage" auf den zweiten Platz kamen. Sie setzen den Haupteingang in die August-Ruf-Straße und bieten als Herz der Einkaufsgalerie einen große Ellipsenförmige Lobby mit Treppenkonstruktionen an. Die Hausfassade zur Thurgauer-/Freiheitstraße, wo die großen Ankermieter platziert werden sollen, erinnert allerdings ziemlich an ein reines Parkhaus, was es nur unter dem Dach ist. Viele einzelne interessante Ideen sind in den anderen Modellen zu sehen. So hat das Büro SchomersSchürman in einem zweiten Entwurf eine Rank-Überdachung sich ausgedacht, und auch mal das ganze Quartier zwischen den Straßen als mögliche Option vorgestellt. Die regionale Planergemeinschaft Mussgnug, Wirth, Kramer hat sich für das Zentrum mit ãSiTyÓ einen witzigen Namen ausgedacht, die Gebäudestruktur erinnert allerdings sehr an die Kaufhäuser der 70 Jahre, mit etwas Flower-Power verziert. Das Konstanzer Büro Linie 4 verlegt zwar kurioserweise eine große Eingangsfront an die Thurgauer Straße gegenüber der Lutherkirche, aber auf der anderen Seite wird ein Café über der August-Ruf-Straße in der Form eines Diamanten platziert. Beim längeren Betrachten der verschiedenen Modelle wird deutlich, was das Siegermodell von SchomersSchürmann auszeichnet: er erscheint am "machbarsten" unter der Einbeziehung der bestehenden Geschäfte und vor allem mit der Nutzung von möglichst viel Tageslicht.

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