Singener Wochenblatt - Lokalausgabe Singen
Singener Wochenblatt aktuelle Nachrichten aus der Region Die Woche im Print Online Archiv des Singener Wochenblattes Kleinanzeigen im Internet Die Region im Internet Veranstaltungen im Landkreis
Unsere Mediadaten
 Service
  Jobs bei uns
  Ärztetafel
  Notdienste
  Kleinanzeigen
  Termine
  Archiv
 
 Teilausgaben
  Singen
  Hegau
  Radolfzell
  Stockach
 
 Rubriken
  Kultur
  Politik
  Regionales
  Sport
  Wirtschaft
 
 Specials
  Der Bunte Hund
  Bildergalerie
  Kochrezepte
  Rückblicke
  Zeiten
 




 

* Mittwoch, den 7. Januar 2009

Aktive Brauchtumspflege

Neu-Böhringer veranstalteten "Dreikönigsfrühschopp

Singen (kl). Zum 21. Mal veranstaltete der Singener Narrenverein Neu-Böhringer am Dienstag, den 6. Januar, nun schon seinen traditionellen "Dreikönigsfrühschoppen" im FC Clubheim, womit man sich alljährlich auf die bevorstehende fünfte Jahreszeit einstimmt. Auch in diesem Jahr gelang es dem Verein mit Peter Filz einen ambitionierten Gastredner zu gewinnen. Filz, der seit 2000 dem Fastnachtsmuseum Schloss Langenstein vorsteht, arbeitete in einem umfangreichen Vortrag Ursprünge und Geschichte der traditionellen Fasnet im Hegauraum auf. So entwickelte sich diese aus dem, in ländlichen Gegenden, verbreiteten Brauch des Winteraustreibens heraus. Als ältester überlieferter Beleg für die Entstehung eines Brauchtums gilt die "Fasnetshenne". So durften im Mittelalter nur Leibeigene Fastnacht betreiben, die ihrem Herrn zuvor eine Henne übergaben. Erste Figuren entstanden in Anlehnung an Hofnarren und Kräuterfrauen der damaligen Zeit. Mit der Gründung von Edelzünften, entwickelte sich dann ein Brauchtum, das sich durch teure Kostüme und aufwändige Masken deutlich von der ländlichen Fastnacht distanzierte. So habe die Singener Popelle-Zunft den Grund dafür geliefert, dass einige Zünfte aus der schwäbisch alemannischen Vereinigung austraten, erläuterte Filz. Man habe die traditionelle Singener Zunft anfänglich als, dieser zweiten großen Vereinigung unwürdig erachtet. Das Fastnachtsmuseum Schloss Langenstein wurde im Jahre 1969 erstmals eröffnet, nachdem es dem damaligen Präsidenten der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee, Heinrich Rehm gelungen war, den Grafen Douglas für die Bereitstellung von Räumlichkeiten zu gewinnen. Träger des Museums war zunächst die Narrenvereinigung Hegau-Bodensee, welche aus einem Zusammenschluss von 24 Gründerzünften entstand. Im Rahmen des 50jährigen Jubiläums der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee, sowie dem 40jährigen Bestehen des Museums wird der gemeinnützige Verein "Fastnachtsmuseum Schloss Langenstein", ein 340 Seiten starkes Buch herausgeben, welches die Geschichte der Fasnet im Hegau und um den Bodensee aufarbeitet. Zudem sind sämtliche, der Narrenvereinigung Hegau-Bodensee angeschlossene Zünfte ausführlich beschrieben und dokumentiert.

Zurück zur Übersicht

Mediadaten des Singener Wochenblattes Verteilgebiete des Singener Wochenblattes Kontakt zum Singener Wochenblatt
© Singener Wochenblatt GmbH + Co. und HJF Kontakt 2001
Kontakt:
verlag@wochenblatt.net, Hadwigstraße 2a, 78224 Singen
Telefon: 07731/8800-0, Telefax: 07731/8800-36