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Leben im Provisorium Im Provisorium leben muss gegenwärtig der Gailinger Bürgermeister Heinz Brennenstuhl, denn er hat zurzeit kein Rathaus mehr. Nach einer langen Vordebatte wurde das Rathaus im Sommer abgerissen. Das Rathaus ist in das Bürgerhaus im ehemaligen jüdischen Schulhaus umgezogen, dort wo davor ein Dokumentationszentrum des jüdischen Gailingen geschaffen worden war. Die Gemeinderatsitzungen finden im Schlosskeller des Liebenfelsischen Schlösschens statt. Derweil wird der Bau des neuen Rathauses hochgezogen, der im Herbst 2004 bezogen werden kann. Ende November konnte Richtfest gefeiert werden, mit der Aussage, dass der straff gespannte Finanzplan bis jetzt gehalten werden kann. Denn finanziell geht die Gemeinde Gailingen mit dem Neubau, der zum größten Teil aus Zuschussmitteln finanziert wird, ein Risiko ein. Der Eigentanteil der Gemeinde hängt nämlich vom Verkaufserfolg bei Baugrundstücken im Neubaugebiet Sagenbuck ab. Bisher ist diese Rechnung auch aufgegangen.Heinz Brennenstuhl zeigte sich in Sachen als Entschlossener Kämpfer. In einer Bürgerversammlung hatten vor allem die älteren Gailinger für den erhalt ihres ehemaligen Schulhauses votiert, was das Rathaus früher gewesen ist. Die Kalkulation zeigte aber klar auf, dass eine Sanierung risikoreicher und mit höheren Folgekosten verbunden gewesen wäre. In einem neuen Rathaus kann die politische Gemeinde auch ihr neues Dienstleistungskonzept umsetzen, wenn es denn nicht den aktuellen Sparzwängen zum Opfer fällt.

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