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Mittwoch, den 7. Januar 2009
950 Kilometer zur Bescherung DRK Jugend sammelte für Budapest
Kreis Konstanz (swb). Die Fahrt war lang und beschwerlich, aber jeder Teilnehmer ist glücklich, dabei gewesen zu sein: Acht Mitglieder des Jugendrotkreuzes des DRK-Kreisverbandes Landkreis Konstanz sind wenige Tage vor Heiligabend mit einem Lkw und einem Mannschaftstransportwagen zu einer 14-stündigen Fahrt nach Budapest aufgebrochen. Geladen hatten sie 200 Weihnachtspakete, Säcke mit Kleider- und Schuhspenden, 24 Säcke Spielsachen, ein Ultraschallgerät, ein Knochenmessgerät, zwei Behandlungsliegen und Kleinteile wie Gehhilfen und Schreibmaschinen. Für das Jugendrotkreuz im Landkreis gehört die Fahrt nach Ungarn genauso zu Weihnachten wie für andere der Christbaum. Der DRK-Kreisverband pflegt seit 1994 eine enge Partnerschaft mit dem DRK des 8. Stadtbezirks von Budapest. "Gerade in diesem und den benachbarten Bezirken gibt es einen hohen Anteil an Bedürftigen, besonders Alte, Obdachlose, aber auch kinderreiche Familien", sagt Tobias Kremm, der die Fahrt mit Teilnehmern aus Engen, Hilzingen, Konstanz, Radolfzell, Singen, Steißlingen und Wahlwies geleitet hat. Mit dem Beitritt Ungarns zur EU im Mai 2004 wurden Hilfslieferungen nahezu komplett eingestellt. Das Jugendrotkreuz des DRK-Kreisverbandes Landkreis Konstanz hat schon 2002 die Weihnachts-Paketlieferungen wieder aufgenommen, da nach wie vor viele Bedürftige Unterstützung brauchen. "Wir können so unseren Kindern und Jugendlichen vermitteln, dass man auch im Kleinen anderen helfen kann", erläutert Tobias Kremm. Vor Ort sehen sie, wie Bedürftigen direkt geholfen werden kann und wie notwendig diese Arbeit weiterhin ist. "Zum anderen können wir Jugendliche und deren Lebensumstände in einem anderen Land kennen lernen, den Kontakt mit ihnen halten und so einer unserer wichtigsten Aufgaben - Handeln für Frieden und Völkerverständigung - nachkommen", betont Kremm. Als Dank für die überbrachten Spenden von Schülern, DRK-Mitgliedern und Menschen, die von der Aktion in der Presse gelesen hatten, sahen die Jugendrotkreuzler im Alter von 16 bis 41 Jahren leuchtende Augen in Kindergärten, Behinderteneinrichtungen und Suppenküchen. Der freundschaftliche Kontakt nach Ungarn wird weiterhin gepflegt: So standen beim Besuch in Budapest mehrere Treffen mit Verantwortlichen des Ungarischen Roten Kreuzes und des dortigen Jugendrotkreuzes auf dem Programm.
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