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Mittwoch, den 17. Dezember 2008
Klein auch groß? Kunstverein mit Mitgliederaustellung
Radolfzell (li). Mitgliederausstellungen eines Kunstvereins sind wie Abenteuer. So auch jetzt in der Villa Bosch bis zum Jahresende. Die bunte Mischung schafft natürlich Probleme, auch wenn ein Motto vorgegeben ist: "l;Klein aber groß"l;. Klein ist, wenn die Künstler auf der Laufliste keine Vornamen haben. Groß ist, wenn die 143 Bilder glänzend gehängt sind. Geblieben ist ein Bild: Ein kleiner kauernder Mensch in einem riesigen Bild. Die Hilflosigkeit prägt sich tief ein. Auffallend ist in dieser Ausstellung der verstärkte Weg in die Abstraktion, denn die Landschaft spielt qualitativ hier keine Rolle mehr. Das zeichnet sich schon länger ab, denn die Generation der Landschaftsmaler scheidet dahin. Auf der anderen Seite wächst die Experimentierfreude mit anderen, neuen Materialien. Baumwolle, Keramik, Naturmaterialien oder auch Birkenholz werden zum Bild komponiert. Ein Aussteller muss besonders gewürdigt werden: Wolf-Dietrich Foerster. Der Radolfzeller Arzt und Maler ist vor wenigen Tagen 80 Jahre alt geworden. Beeindruckend ist sein erzählender Stil bei den hier gezeigten Spielplatzszenen. Er hat immer seine eigene Bildsprache gehabt und die auch gepflegt. Mit bescheidener Zurückhaltung hingen seine Bilder neben Werken aller Größen der Region. Dabei spürte man, dass Foerster eben auch ein Großer ist. "l;Klein aber groß"l; ist ein durchaus hintersinniges Thema einer solchen Ausstellung, was sich bei den Skulpturen fortsetzt. Auch hier ist eine Vielfalt der Materialien und Ausdrucksformen spürbar. Die Ausstellung gibt einen guten Überblick über das Kunstschaffen am Untersee. Manches erinnert an die frühere Allensbacher Kunstausstellung, die eben auch eine Chance für Talente darstellte. 
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