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Mittwoch, den 7. Januar 2009
Ausblick 2009: Vor den Wahlen geschieht nur wenig
Radolfzell (li). Thomas Körner ist der Leiter der NABU-Bezirksgeschäftsstelle für unsere Region. Er lebt in Markelfingen und hat sein Büro in Überlingen am See. Er sieht politische Veränderungen 2009 kommen, hält aber den eingeschlagenen Weg zum Klimaschutz und zum Umweltschutz für nicht umkehrbar - gleich was sich in Berlin verändern könnte. Frage: Wie wird es 2009 wirtschaftlich weitergehen? Wird es ein Szenario geben, was viele Leute sagen, dass es rückwärts geht und voller Probleme? Körner: Die Probleme werden in großen Teilen herbeigeredet und in vielen Teilen wird maßlos übertrieben. Krisen hatten wir immer wieder. Und diese ist schwerwiegend, weil natürlich einige Dinge entschieden werden müssen. Da sagen manche, der Umweltschutz müsste hinten anstehen, bis die Krise vorbei sei. Das ist der größte Holzweg, den man gehen kann, denn Umweltschutz schafft ja auch Arbeitsplätze. Denken wir an den Klimaschutzbereich und die Wärmedämmung. Wenn das überall konsequent verfolgt werden würde, hätten wie hier Arbeitsplätze im Mittelstand, von denen man auch in der Zahl nur träumen kann. Und zwar Arbeitsplätze, die nicht irgendwo nach Indonesien gehen, sondern hier im Land bleiben. Frage: Wie erwarten Sie die Bundestagswahlen? Gibt es vorher keine Lösungen mehr und was erwarten Sie vom Ergebnis? Körner: Gut, im Wahljahr gibt es immer eine Stagnation. Aber ich glaube persönlich, dass es eine Änderung der politischen Verhältnisse geben wird, welche das auch immer sein mögen. Ich glaube nicht mehr daran, dass die Große Koalition weiter regieren wird. Da kann man nur hoffen, dass eine neue Bundesregierung da weiterarbeitet, wo jetzt gute Ansätze da sind. So die Förderung der ganzen Klimaschutzagenturen. Siehe die ganzen Förderprogramme für Wärmedämmung oder alternative Energien. In der Politik ist erkannt, dass man so kein Hemmnis für die Wirtschaft schafft, sondern sogar neue Wirtschaftsformen hervorbringt. Frage: In Radolfzell gibt es relativ viele ökologische Themen derzeit, so die ganze Herzen-Überplanung. Was erwarten Sie in diesem Jahr kommunalpolitisch? Körner: Da muss man natürlich auch erst einmal abwarten, wie die Gemeinderatswahlen ausgehen. Wir befinden uns ja schon im Wahlkampf. Und bis sich der neue Gemeinderat etabliert hat, erwarte ich keine große Neuerungen.
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