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Mittwoch, den 17. Dezember 2008
Leben in Kamerun Ein halbes Jahr als Freiwillige in Afrika tätig
Radolfzell/Böhringen (swb). "Ashiya" wie die Kameruner sagen würden, ob nun zur Begrüßung oder um Mitgefühl auszudrücken, dieses Wort hört man mit Abstand am meisten, auch im "Garden for Education and Healing", ein Waisenheim, welches sich um Straßen-, AIDS- und andere hilfsbedürftige Kinder im Alter von zwei Monaten bis 18 Jahren kümmert. Joachim App und Carolin Buck dürfen diese Nicht-staatliche Einrichtung nun schon seit dem 13. Mai 2008 ihr Zuhause nennen und können eines mit Sicherheit sagen: Es war die Reise wert! Auch wenn sie zu Beginn viele Fehler gemacht haben und wohl noch einige machen werden und obwohl es zu allerlei Komplikationen gekommen, ist wie interkulturelle Missverständnisse, Verhaltensfehler mit den Kindern, Heimweh oder Einbruch und Diebstahl (da es keine Mauer gibt, die das Gelände eingrenzt und absichert), die Zeit in diesem schwierigen, aber hochinterssanten Land vergeht wie im Flug und beide genießen jeden Tag, da keiner dem anderen gleicht und man immer wieder Neues dazu lernt. Mittlerweile hat, wie auch in Deutschland, seit September die Schule wieder angefangen. Das bedeutet für den Tagesablauf eine neue Routine. Morgens helfen die Freiwilligen, die kleinen Kinder für die Nursery School (wie Vorschule) zu richten. Danach haben sie Zeit für Kreativität, Büroarbeit, Wäsche (von Hand) und Einkaufen in der Stadt. Am Nachmittag kommen die ersten Kinder wieder aus der Schule und gerade die jüngeren aus der Grundschule haben eine Menge zu erzählen. Langweile kehrt nie ein, da die Kinder immer wieder für Überraschungen gut sind. Am Abend geht es nach dem Zähne putzen zum gemeinsamen Gottesdienst, gefolgt von gelegentlichen Filme schauen oder Bücher lesen, hauptsächlich aber einer intensiven Lernphase, da bald die ersten großen Prüfungen vor der Tür stehen. Der Tag endet in der Regel um 21 Uhr. Am Samstag erledigen sie ihre Einkäufe (wenn nicht schon unter Woche ausgeführt) auf dem großen heimischen Markt in Bamenda, wo man allerlei kulinarische Delikatessen wie "Plantanes, Bitter leyves, Huckleberry und Palmöl" kaufen kann, selbst der Erwerb von Kuhschwänzen ist nicht ausgeschlossen... Den Sonntagvormittag verbringen sie meistens in der Presbyterianischen Kirche, welche 30 Minuten Fußmarsch entfernt auf einem Berg thront. In der Zwischenzeit ist die Trockenzeit eingekehrt und es ist alles wesentlich einfacher, sei es das Wäsche trocknen, der Fußmarsch vom Ende der geteerten Straße bis zum Heim oder das arbeiten auf der Farm. 
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