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* Mittwoch, den 7. Januar 2009

Schweizer Nachwuchstalent beim Jazzclub


Singen (swb). Schon seit Jahren arbeitet der Schweizer Pianist Christoph Stiefel (der bereits mit Charlie Mariano zu Gast beim Jazzclub Singen war) mit einem rhythmischen Konzept, das seine Band aus dem Meer der Klaviertrios deutlich herausragen lässt. Seine Isorhythmen, die grob gesagt auf minimalen rhythmischen und melodischen Verschiebungen basieren, sorgen für einen dichten und faszinierenden Klang, machen seine eigene Musik aber auch extrem schwer zu spielen. Mit dem Bassisten Thomas Lähns und dem Schlagzeuger Marcel Papaux ist es Stiefel vor Jahren gelungen, geeignete Leute zu finden, die seinem Konzept nicht nur folgen können, sondern es auch in unwiderstehliche Musik verwandeln. Auf der neuen CD "Inner Language" (Neuklang/SunnyMoon) und beim Konzert in Singen, das am Freitag, 9. Januar, 20.30 Uhr, im Kulturzentrum Gems stattfindet, kommt nun bei einigen Stücken ein vierter Mann hinzu, der Saxophonist Reto Suhner. Dabei geht es nicht um einen Gastsolisten, sondern um eine Klangerweiterung, stellt Stiefel klar. Um dem Hörer zwischen den wie verhext klingenden Isorhythmen auch etwas Erholung zu gönnen - die drei sind nämlich ganz schlicht auch ein famoses Klaviertrio -, finden sich auf dem Album Perlen wie Milton Nascimentos "Travessia" und Wayne Shorters "Beauty and the Beast". "Ich achte stark auf die Reihenfolge der Songs. Es geht mir darum für den Zuhörer eine schöne Balance zu finden." Operation gelungen. "Die Isorythmen sind höchst faszinierend. Die drei Musiker treffen sich in groovender Interaktion und Kommunikation. Die Idealvorstellung des Piano-Trios als ein Gespräch zwischen drei gleichberechtigten Partnern wird hier Wirklichkeit - verdammt gutes Piano Trio." Urteilt die Fachzeitschrift Jazzthetik. Kartenreservation unter 07731/66557.

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